Erste Mieter beziehen Wohnungen in Farmsen

Eingliederungshilfe

Nach mehrwöchigen Umbauarbeiten wohnen seit Juni 2007 die ersten Mieter im Erdgeschoss unseres neuen Wohnobjekts Berner Heerweg 185 in Farmsen. Sie werden in unterschiedlichen Formen pädagogisch begleitet und in ihrer Lebensführung unterstützt. Erste Kontakte sind entstanden, Freundschaften bahnen sich an.

Assistenz – individuell geplant und gestaltet

Wer hier wohnt, erhält in allen Bereichen seines Lebens die entsprechenden ambulanten Assistenzleistungen im Rahmen von Jugend- und Eingliederungshilfe – jedoch nur in einem nötigen und für seine/ihre Entwicklung förderlichen Maß. Selbstbestimmung und Entwicklungsförderung gehören zusammen. Die Ziele setzen sich die Bewohner und Bewohnerinnen im Dialog mit qualifizierten Pädagogen selber. Bei deren Umsetzung erhalten sie angemessene Unterstützung. Die Pädagogen arbeiten im Team und reflektieren gemeinsam mit den Bewohnern und Bewohnerinnen deren Zufriedenheit mit ihrer Lebenslage und nehmen deren Äußerungen als Ausgangspunkt für die Planung pädagogischer Maßnahmen.

Nachbarschaftliches Miteinander und gegenseitige Unterstützung – ohne einander geht es nicht

Die Menschen, die bereits im Berner Heerweg wohnen, und diejenigen, die in Kürze dort wohnen werden, verfügen über unterschiedliche Fähigkeiten und Stärken. Sie sind bereit, ihre Nachbarn im Rahmen ihrer Möglichkeiten und ihrer Bereitschaft in alltäglichen Dingen zur Seite zu stehen. Es entsteht ein Netzwerk nichtprofessioneller Kontakte, Freundschaften untereinander können wachsen. Gleichzeitig wird die Privatsphäre der einzelnen geachtet und respektiert. An der Wohnungstür befindet sich die Grenze und jeder entscheidet selbst, wer diese Grenze überschreiten darf. Gemeinschaft, Gemeinsinn und Privatheit schließen einander nicht aus.

Neues entsteht

Im Berner Heerweg 185 in Hamburg entsteht ein Zentrum, in welchem Menschen leben und wohnen, Beratung erhalten oder auch an Bildungs- und Freizeitaktivitäten teilnehmen können. Geplant ist weiter ein Bistro, welches für alle Menschen im Stadtteil offen sein wird und die Möglichkeit bietet, in freundlicher Atmosphäre Kontakte zu anderen zu knüpfen. Die Menschen, die das Bistro besuchen, können einen unbürokratischen Zugang zu Beratung, Bildung und Freizeitaktivitäten finden. Unter dem Dach der Immobilie Berner Heerweg 185 wird sich also nicht ausschließlich ein Wohnprojekt befinden, sondern durch die Öffnung zum Stadtteil wird hier soziales Leben stattfinden, welches die unterschiedlichsten Zielgruppen ansprechen wird. Unter anderem befindet sich in dem Gebäude bereits ein Jugendhilfewohnstützpunkt, in dem Jugendliche mit Zugangsbarrieren zum Arbeitsmarkt in Appartements leben und sozialpädagogisch begleitet werden („Port“). Durch die Bildungs- und Freizeitangebote entsteht auch ein spezielles Angebot für Menschen, die bereits allein leben und einfach Gesellschaft und Austausch suchen.

Das Clearingverfahren

Im Rahmen der Angebotsberatung finden Interessierte nicht nur Informationen über die möglichen Wohnformen (Doppelappartements, Einzelappartements, Wohnungen, Wohngemeinschaft), sie erhalten vielmehr Unterstützung darin, zunächst herauszufinden, welche Wohnform die richtige ist. Welche Wünsche, Hoffnungen und welche Bereitschaft zum sozialen Miteinander bringen die einzelnen mit? Was möchten sie für sich in ihrem Leben umsetzen? Welche Assistenz ist dafür nötig? Viele wichtige Fragen, die bereits am Anfang gestellt und beantwortet werden müssen, damit der Umzug tatsächlich eine positive Weichenstellung darstellt. Alle Beteiligten sollen sich bewusst für dieses Wohnprojekt entscheiden, denn es handelt sich hier nicht um eine beliebige Wohnmöglichkeit sondern auch um eine Gemeinschaft, die entsteht. Die Angebotsberatung steht allen Menschen offen. Informiert wird nicht nur über das Wohnangebot sondern auch über Aktivitäten im Bildungs- und Freizeitbereich. Die Bildung von Gruppen, die gemeinsam bestimmten Aktivitäten nachgehen, wird ausdrücklich gewünscht und unterstützt.

Gegenwart und Zukunft

Bereits heute finden Familien und Einzelpersonen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Bedürfnissen im Berner Heerweg ein Zuhause. Im Projekt „Port“ leben die Jugendlichen und gehen von dort aus ihren täglichen Pflichten aus Schule, Ausbildung und Arbeit nach. Im Obergeschoss lebt für den Zeitraum eines Jahres eine sozialpädagogisch betreute Wohngruppe. Es ist Leben im Haus, aber es sind noch nicht alle Ziele erreicht: bauliche Maßnahmen für mehr Wohnungen und das Bistro stehen noch aus. Hier gilt es, die Schritte zu unternehmen, die nötig sind, um diese Übergangsphase im Interesse der Menschen schnell zu beenden.

Runder Tisch zur Angebotsentwicklung

Bereits jetzt wird durch die eingehenden Anfragen deutlich, dass die Nachfrage nach Wohnraum deutlich höher ist, als das vorhandene Angebot abdecken kann. Die Pestalozzi-Stiftung Hamburg plant daher, einen runden Tisch zu initiieren, um den sich Vernetzungspartner aus Wohnungswirtschaft, sozialen Einrichtungen und andere relevante Akteure versammeln, um gemeinsam Wege zu suchen, die Nachfrage nach speziellen Wohnangeboten zu befriedigen. Die Nachfrage wird somit bestimmen, welche Angebote entstehen.

Wenn Sie sich für unsere Angebote unserer Hilfen für Menschen mit Behinderung interessieren, wenden Sie sich bitte an
Frau Cordia Steen
Angebotsmanagement Eingliederungshilfe
Berner Heerweg 185
22159 Hamburg
Tel. 040-24860762
Mobil 0176-64115548
Fax 040-64509227
Mail: cordia.steen@pestalozzi-hamburg.de

Wenn Sie gerne für die das Wohn- und Beratungszentrum Berner Heerweg spenden möchten, können Sie auf Ihrer Überweisung gerne als Verwendungszweck „Berner Heerweg 185“ eintragen. Das Geld fließt dann zweckgebunden direkt in die beschriebene Arbeit in Farmsen.

Auch ohne direkten Verwendungszweck fließen alle Spenden direkt in unsere soziale Arbeit mit Menschen. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar.

Kommentare sind geschlossen