Aktuelles

 

 


Das Straßenkinderprojekt "Kids" soll vom Hauptbahnhof vertrieben werden

Seit vielen Jahren ist das Projekt notwendigerweise direkt am Hauptbahnhof untergebracht. Nun soll es von einem Investor vertrieben werden. Die Pestalozzi-Stiftung Hamburg unterstützt daher den Aufruf zum Erhalt des Straßenprojekts KIDS am Hauptbahnhof. Bitte werden auch Sie aktiv: Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Unterzeichnung der Online-Petition finden Sie hier:

https://weact.campact.de/petition/keine-schliessung-des-hamburger-strassenkinderprojektes-kids-raume-erhalten/?utm_id=wa-recpif

 


August 2016: Ganz schön betagt und trotzdem agil - die Pestalozzi-Stiftung Hamburg feiert ihr 169. Jubiläum!

Und: Wir begrüßen zwei neue Verwaltungsratsmitglieder!

Die am 8. August 1847 gegründete Pestalozzi-Stiftung Hamburg ist eine der ältesten sozialen Institutionen in der Stadt und begann ihre Arbeit mit einem Kinderheim in den Vierlanden. Heute sind wir ein modernes diakonisches Sozialunternehmen.

Immer im Strom der Zeit: Menschlich. Verläßlich. Gemeinsam.

Wir fördern die Begleitung und Förderung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien, die Betreuung und Förderung in Kindertagesstätten, die Hilfe für Menschen mit Behinderungen und die Integration in Arbeit.

Immer im Strom der Zeit zu sein heißt, wir erbringen unsere Leistungen fachlich fundiert mit qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir achten darauf, den Personen die bei uns Hilfe und Unterstützung suchen, menschlich und auf Augenhöhe zu begegnen. Unsere Erziehung, Begleitung, und Assistenz für sie ist verlässlich. Wir gestalten einen Lebensabschnitt gemeinsam mit ihnen und wir gehen wenn es notwendig ist, unsere Aufgaben gemeinsam mit anderen an.

 

Seit dem Frühjahr: Betreuung von jungen Flüchtlingen in der Jugendfreizeitlounge Neugraben, unterstützt von der Aktion Mensch (Link: Klick auf Bild)
Sommerfest in der Ambulanten Sozialpsychiatrie (Begegnungsstätte Borgfelde) (Link: Klick auf Bild)
Pestalozzi-Stiftung Hamburg und hamburg work www.hamburgwork.org beim HSH Nordbank Run
Buchvorstellung und Diskussion über "Perlen Taucher - Biografische Erzählungen aus der Kinder- und Jugendhilfe" im Rauhen Haus

Das Engagement von Förderinnen und Förderern war immer ein wesentlicher Teil des Erfolgs unserer Arbeit. Dafür bedanken wir uns!

Steffen Henssler unterstützt die Inklusionsinitiative unseres Tochterunternehmens hamburg work (Link: Klick auf Bild)
Steffen Hensslers soziales Engagement wird in einem Abendblatt-Artikel thematisiert (Link: Klick auf Bild)

Wir freuen uns auch sehr darüber, zwei neue Verwaltungsratsmitglieder begrüßen zu dürfen:

Frau Rosemarie (Wetti) Malin kommt ursprünglich aus Hessen, verbrachte ihre Jugend am Steinhuder Meer und studierte in Göttingen und Hamburg für das höhere Lehramt. Von 1969 bis 2004 arbeitete sie im Schuldienst der Stadt Hamburg, zuletzt als Oberstudienrätin. Frau Malin hat einen Sohn. 1980 war sie Mitbegründerin des Vereins "Gemeinschaft Gemeinsam Leben" (GGL) und dort langjährig als Vorstandsmitglied und ehrenamtlich tätig.

Herr Dieter von Engelhardt lebt im Kreis Segeberg/Rickling. Der Vater einer Tochter und Opa von vier Enkelkindern war mehr als 20 Jahre im Schuldienst und als Schulleiter tätig und ist engagierter Hobby-Sportler. Auch er ist seit langer Zeit im Vorstand der GGL tätig.

Beide neuen Mitglieder sind der Arbeit im Bereich der Eingliederungshilfe verbunden und uns aufgrund der Zusammenarbeit der Pestalozzi-Stiftung Hamburg mit der "Gemeinschaft Gemeinsam Leben" verbunden.


Juli 2016: "Kinder-Gärten" in Bergedorf-West

Schon seit 2012 bauen Kinder und ihre Eltern in Gartenparzellen in ihrer direkten Nachbarschaft in Bergedorf-West zwischen SAGA-Hochhäusern und dem Park-and-Ride-Parkplatz bzw. der Flüchtlingsunterkunft Gemüse, Obst und Kräuter an. Getragen wird das Angebot von Spendern – in diesem Jahr von der SAGA-Stiftung Nachbarschaft, der Buhck-Stiftung, und der Stiftung Haus im Park Hamburg-Bergedorf, die das Angebot auch jeweils in unterschiedlichen Vorjahren schon unterstützt haben.

Die Pestalozzi-Stiftung Hamburg arbeitet mit ProQuartier zusammen, außerdem engagieren sich die SAGA-Tochter CHANCE und das Wohnungsunternehmen SAGA GWG selbst bei der praktischen Durchführung.

In diesem Jahr gärtnern die Kinder der Grundschule Friedrich-Frank-Bogen und die Angebote der Pestalozzi-Stiftung Hamburg: die Kinderkochgruppe von F.aktiv (Familienaktivierungsteam), und das Projekt Nestlotsen (bestehend aus zwei Familienhebammen und einer Sozialpädagogin). Zwei Agrarpädagoginnen entwickeln unter Berücksichtigung von Wünschen von Teilnehmern aller drei Gruppen detailliertere Angebotspläne. Jede Gruppe wird ganzjährig in der praktischen und theoretischen Gartenarbeit altersgemäß unterstützt und begleitet. Durch die professionelle Begleitung der Agrarpädagoginnen steigern sich die dauerhafte Motivation und die Lerneffekte bei den beteiligten Kindern und Erwachsenen, und das Projekt wirkt nachhaltig.

Hier finden Sie einige Eindrücke von Ende Juni, als die Gartengruppe der Dritt- und Viertklässler der Schule Friedrich-Frank-Bogen fleißig gejätet, umgegraben und umgesetzt, hochgebunden, und reifes Gemüse geerntet hat. Im "Grünen Klassenzimmer" wurden u.a. Getreidesorten und natürlicher Dünger thematisiert und frisch geernteter roher Kohlrabi verkostet. Außerdem haben die Kinder mit sehr viel Eifer die Gelegenheit genutzt, den "Rasen" mit dem neuen Handrasenmäher vorzubereiten.

Wir danken allen Spendern und Beteiligten für ihr Engagement für den Stadtteil und seine Bewohner!


Juli 2016: Unternehmen unterstützen Arbeit der Pestalozzi-Stiftung Hamburg

Die Pestalozzi-Stiftung Hamburg ist in ihrer Arbeit unbedingt auf zusätzliche Förderer angewiesen, auf Einzelspender und auf Unternehmen, mit denen wir kooperieren. Wir stellen Ihnen hier zwei Beispiele unserer Unterstützer vor, die Firmen Cargill und Giffits.

Ein langjähriger Förderer unserer 'Offenen Kinder- und Jugendarbeit' in der Jugendfreizeitlounge Neugraben ist die Firma Cargill.

Cargill produziert und liefert weltweit Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Nahrungsmittel, Landwirtschaft, Finanzen und der technischen Industrie. In Hamburg-Harburg werden pflanzliche Öle und Fette für die Nahrungsmittel- und Futterindustrie hergestellt.  

Die Firma sagt über sich: "Gemeinsam mit Landwirten, Kunden, Regierungen und Gemeinden helfen wir Menschen, mit unserer 150jährigen Erfahrung, erfolgreicher zu sein. Wir beschäftigen 150.000 Mitarbeiter in 70 Ländern. Unsere Mitarbeiter engagieren sich verantwortungsvoll in der weltweiten Versorgung mit Nahrungsmitteln, der Reduzierung von Umwelteinwirkungen und der Stärkung der Gemeinden in denen wir leben und arbeiten".

Cargill legt hohen Wert auf gute Nachbarschaft und übernimmt Verantwortung. Die Firma stellt sich der Aufgabe der sogenannten Corporate Responsibility (CR). Diese "Unternehmensverantwortung" drückt die Haltung eines Unternehmens aus: Transparenz, ethisches Verhalten und Respekt vor Kunden, Mitarbeitern und gegenüber der sozialer Umwelt werden in den Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns gestellt.

Für die von uns in der "JFL" Neugraben betreuten Kinder und Jugendlichen ist die Unterstützung der Arbeit von enormer Bedeutung: Die öffentlichen Mittel werden gekürzt, unsere Arbeitsansätze müssten sonst stark reduziert werden. Durch die Hilfe von Cargill ist es uns aktuell möglich, für mehr Kinder und Jugendliche zu kochen, was immer wichtiger wird. Außerdem konnten wir bereits tolle Ausflüge anbieten, 10 Fahrräder und eine super Tischtennisplatte anschaffen sowie für drei Jahre freies und sicheres W-Lan anbieten.

Vor allem im Namen "unserer" Kinder und Jugendlichen sind wir glücklich über diese Förderung und sagen: Vielen Dank! Die Pestalozzi-Stiftung Hamburg freut sich über den Kontakt zu weiteren Firmen, die sich in vergleichbarer Form ihrer Unternehmensverantwortung stellen und uns helfen wollen.

Ebenfalls freuen wir uns sehr über die auch über die Unterstützung durch die Firma Giffits. Als Marcus Schulz von der Pestalozzi-Stiftung Hamburg erfuhr, zeigte er sich von unserem vielfältigen Engagement beeindruckt. Der Geschäftsführer vom Hamburger Werbemittelanbieter Giffits war sich sofort sicher, dass es richtig und wichtig ist, diese Institution zu unterstützen. So spendete die Firma nun einen großen Satz neuer Baumwolltaschen, die das Logo der Stiftung tragen. Schulz äußerte sich zur Motivation dahinter: "Gemeinnützige Einrichtungen wie die Pestalozzi-Stiftung sind extrem wichtig für unsere Gesellschaft. Wir hoffen, dass wir mit unserer Spende einen kleinen Teil zu ihrer tollen Arbeit beitragen können." Die Baumwolltaschen sind Teil des über 150.000 Werbeartikel umfassenden Sortiments, das auf www.giffits.de angeboten wird. Hier können Unternehmen alles vom USB-Stick bis zur Kaffeetasse mit ihrem Logo veredeln lassen.


Juli 2016: ZEIT-Artikel "Wo Hinschauen belohnt wird"

Die ZEIT fragt, wie Kitas trotz geringer Budgets und Personalnot gute Kinderbetreuung gelingt. Eine der Antworten auf diese Frage stammt von Sandra Schmücker von der Pestalozzi-Stiftung Hamburg.


Juli 2016: Sommerfest im Zentrum für soziale Arbeit und Beratung Berne

Am Freitag dem 1. Juli wurde im Garten des Zentrums für soziale Arbeit und Beratung in Berne im Berner Heerweg 366 wieder Sommerfest gefeiert. Trotz des regnerisch-trüben Tages blieben alle gut 100 Gäste aus dem Stadtteil für die Dauer des Fests trocken und hatten ihren Spaß beim geselligen Beisammensein, mit der Kinder-Rallye, und der Ein-Mann-Varieté-Show von Sir Julian.

Das 1997 eröffnete Zentrum für soziale Arbeit und Beratung Berne liegt einen Steinwurf von der U-Bahn-Haltestelle Berne entfernt. Das angeschlossene öffentliche Café und Restaurant wird in Kooperation von den Elbe-Werkstätten betrieben. Dort gibt es einen günstigen Mittagstisch und mehrere Computerarbeitsplätze. Das Ausbildungscafé, in dem junge Menschen mit Handicap auf eine berufliche Tätigkeit in der Gastronomie vorbereitet werden, hat auch wieder für das leibliche Wohl beim Sommerfest gesorgt.

Im Zentrum für soziale Arbeit und Beratung in Berne finden Menschen aus dem Stadtteil Hilfe und Unterstützung in verschiedenen Lebenslagen.

Im Rahmen der Ambulanten Sozialpsychiatrie ist die Begegnungsstätte zuständig für Wandsbek. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Begegnungsstätte unterstützen Personen, die sich von psychischer Erkrankung bedroht fühlen oder psychisch erkrankt sind, und bieten Beratung und Unterstützung an. Daneben gibt es Offene Treffs und (überwiegend kostenlose) wöchentliche Gruppenangebote. Zum Beispiel verdankt das Zentrum die üppige Flora im Garten den engagierten Leuten aus dem Gartenangebot, es gibt die Gesellschaftsspiele-Gruppe, Klönschnack, Tiergestützte Pädagogik, die Tiertafel, und (gegen kleinen Kostenbeitrag) die Kunst- und Kreativgruppe.

Der Treff Berne zeichnet sich durch seine vielfältigen, niedrigschwelligen Beratungs-, Freizeit-, und Gruppenangebote aus und richtet sich an weniger mobile, sozial und ökonomisch benachteiligte Menschen. Etwas entfernt, im Familientreff im Birckholtzweg, halten die Mitarbeiterinnen des Treff Berne weitere Informations-, Hilfe-, Unterstützungs- und Beratungsangebote vor.

Das Familienteam arbeitet besonders eng mit dem Treff Berne zusammen; hier begleiten zwei Familienhebammen und eine Sozialpädagogin junge Mütter während der Schwangerschaft und nach der Geburt des Kindes.
In der ambulanten Jugendhilfe im Zentrum Berne leistet das Team "Hilfen zur Erziehung". Insbesondere geht es darum, Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgaben zu stärken. Kinder und Jugendliche werden in ihrer Entwicklung und Verselbständigung gefördert.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Familienaktivierungsteam F.aktiv unterstützen Kinder, Jugendliche und ihre Familien auch unterhalb der Schwelle einer Hilfe zur Erziehung bei der Bewältigung von Krisen und vermitteln von dort bei Bedarf weitere Hilfen.


Juni 2016: "Lecker hoch drei", das neue Inklusionsprojekt von hamburg work, erreichen Sie über diesen Link.


Mai 2016: Neu herausgekommen: "Perlen Taucher" – biografische Erzählungen aus der Kinder- und Jugendhilfe

Mit unserer Arbeit in der Jugendhilfe sind wir in der Fachöffentlichkeit anerkannt und eine wichtige Institution in Hamburg. Was uns nicht so leicht fällt: anderen – Freunden, Bekannten, der Familie – über die Hintergründe, die pädagogischen Prozesse, die Mühen und die Freude der Arbeit zu berichten. Dieser schwierigen Aufgabe haben sich Michael Schaaf als Interviewer und Autor sowie mutige ehemalige Betreute und einige Pädagoginnen und Pädagogen der Pestalozzi-Stiftung Hamburg gestellt. Herausgekommen ist ein sehr lesbares kleines Buch, in dem die Lebenssituationen der (ehemaligen) Kinder und Jugendlichen und die facettenreiche Arbeit in den "Hilfen zur Erziehung" einfühlsam und anschaulich dargestellt werden. 

Am 20. April 2016 wurde "Perlen Taucher" in den schönen Räumlichkeiten des Jugendkunsthauses "Esche" in Altona-Nord der Öffentlichkeit vorgestellt. Barbara Lange, Mitglied des Verwaltungsrats und langjährige Vorsitzende, dankte in ihrem Grußwort ausdrücklich dem Autor und denjenigen, die es ihm überhaupt erst möglich gemacht haben, diese Geschichten aufzuschreiben, von denen es noch viel mehr geben könnte. Christian Violka, pädagogisches Vorstandsmitglied, hat sich selbst am Buch beteiligt und wies in seiner Einführung noch auf einen anderen Grund für das Engagement der Pestalozzi-Stiftung hin: Wenn über das Arbeitsfeld in der Öffentlichkeit berichtet wird, geht es nur um Skandale und Misserfolge; hier sollte einmal ein Kontrapunkt gesetzt werden. Diese Motivation teilen auch der Autor Michael Schaaf, der drei kleine Abschnitte aus dem Buch vortrug sowie drei Pädagogen, die sich am Buch beteiligt haben. Saskia, Ulrike und Piet antworteten dem Moderator Bernd Seguin auf seine kritischen Nachfragen hin selbstbewusst und unterstrichen, dass sich niemand die Illusion macht, mit diesem Buch ein negatives öffentliches Image "kippen" zu wollen. Aber – wir haben uns auf dem Weg gemacht und hoffen darauf, einen Impuls gesetzt zu haben und vielleicht ein paar Menschen mitnehmen zu können – "Perlen Taucher" eben!

Das Buch ist für 5 Euro im Buchhandel (ISBN: 9783741261121) und über die Pestalozzi-Stiftung zu beziehen. Das e-book kostet 2,99 € oder 3,99 € und ist über viele Quellen erhältlich wie Amazon, beck-shop.de, buch.de oder bol.de.





(Foto: Lena Schaaf)

April 2016: Neues aus dem Verwaltungsrat

In der vor einiger Zeit erschienenen Chronik über die Geschichte der Pestalozzi-Stiftung Hamburg findet sich ein wunderbares Bild über die "Führungspersönlichkeiten der Stiftung 1922, im 75. Jahr seit der Gründung". Eine Reihe gesetzter Herren mit steifen Krägen blickt uns da entgegen, sehr seriös und würdig. Diese beiden Attribute treffen natürlich auch heute noch auf das höchste Gremium unserer Stiftung, den Verwaltungsrat, zu, der unter anderem die beiden Vorstände bestellt und deren Arbeit überwacht. Nur steif, mit Kragen und Herren unter sich  – das ist in der Tat schon lange Geschichte.   

Aus diesem Gremium ist nun Herr Rainer Hermann, der bisherige stellvertretende Vorsitzende, ausgeschieden. Wir möchten uns auch an dieser Stelle sehr herzlich für seine Arbeit und die Unterstützung unserer Aufgaben bedanken!

Sein Nachfolger in diesem Amt ist Wolfhard F. Klatt, bereits langjährig im Verwaltungsrat und nun auch im Wirtschaftsausschuss tätig. Beruflich arbeitet er als Rechtsanwalt (Arbeits- und Vorsorgerecht). Der verheiratete Vater zweier Kinder engagiert sich zusätzlich in der Carsten Kröger Stiftung, die sich für die Förderung der Jugend in Billstedt und Horn einsetzt.

Wir freuen uns darüber, dass er die Aufgaben bei uns übernommen hat und wünschen ihm für diese Tätigkeit alles Gute!   


Bildquelle: Tommy Windecker / fotolia.com

März 2016: Haus sucht Kinder - und sozialpädagogische Betreuer!

Manchmal können Kinder nicht mehr weiter bei ihren Eltern leben bleiben. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe, doch sie sind im Ergebnis immer traurig – für beide Seiten.

Wir, die Pestalozzi-Stiftung Hamburg, bieten diesen Kindern ein neues Zuhause. Gleichzeitig achten wir die Eltern und den Wunsch der Kinder, möglichst irgendwann wieder mit diesen zusammenzuleben.

Eines unserer Angebote dafür heißt "Sozialpädagogische Lebensgemeinschaft" oder kurz Lebensgemeinschaft. Professionelle Pädagoginnen und Pädagogen leben mit bis zu sechs Kinder und Jugendlichen zusammen in einem Haushalt. Sie geben ihnen die notwendige Geborgenheit, fördern sie und geben ihnen eine Lebensperspektive. Wir betreuen die Kinder so lange wie erforderlich und nehmen während dieser Zeit die Erziehungsaufgaben wahr. Die Bindungen zur Herkunftsfamilie werden dabei unterstützt, gepflegt und die Erziehungsressourcen der Eltern genutzt.

Mehr über diese Arbeit erfahren Sie unter http://www.lebensgemeinschaften-pestalozzi.de. Eine schwierige und herausfordernde Aufgabe, die mit dem Vertrauen der Kinder belohnt wird!

Trauen Sie sich so etwas zu?  Dann besteht die Möglichkeit, dies in selbständiger Tätigkeit als Kooperationspartner mit der Pestalozzi-Stiftung Hamburg zu tun. Voraussetzung ist eine pädagogische Ausbildung und hinreichende Erfahrungen im Arbeitsfeld mit Kindern, Jugendlichen und deren Familien.

Bewerben Sie sich bei uns! Kontaktdaten dafür finden Sie hier: http://www.lebensgemeinschaften-pestalozzi.de/lebensgemeinschaft-gruenden.html

In Hamburg wartet sogar schon ein Haus in Hamburg-Farmsen darauf, dass endlich wieder Kinderlachen zu hören ist!


Februar 2016: Homepage der Ambulanten Sozialpsychiatrie und ihrer Begegnungsstätten für psychisch belastete/kranke Menschen

Seit zwei Jahren gibt es den Arbeitsbereich Ambulante Sozialpsychiatrie (ASP) der Eingliederungshilfe bei der Pestalozzi-Stiftung Hamburg. Schon vorher hatten wir jahrelange Erfahrung in der Arbeit bei Personenbezogenen Hilfen für psychisch kranke Menschen (PPM) und dem ambulant betreuten Wohnen (BeWo).

Das Angebot richtet sich an psychisch belastete/kranke Menschen ab 21 Jahren.

Die engagierten Kolleginnen und Kollegen bieten im Rahmen dieser Hilfe eine am Bedarf der Menschen orientierte Unterstützung in vielen Lebensbereichen - in Form von beratenden Einzelgesprächen, bedarfsweisen Hausbesuchen, und Begleitungen.

Im Mittelpunkt der Hilfen stehen die Begegnungsstätten mit offenen Treffs und spezialisierten Gruppenangeboten. Die Begegnungsstätten befinden sich in Borgfelde (HH-Mitte), Berne (Wandsbek), Bahrenfeld (Altona), und Hummelsbüttel (Wandsbek). In Hummelsbüttel und Bahrenfeld gibt es Kooperationen mit anderen Trägern.

Die Ambulante Sozialpsychiatrie präsentiert sich und ihre Begegnungsstätten jetzt auf einer informativen, schön gestalteten (auch für Smartphones optimierten) eigenen Internetseite: http://asp-pestalozzi-hamburg.de.


(vielen Dank an hamburg work für die Gestaltung der Seite!)


Februar 2016: Mit großer Unterstützung der "Aktion Mensch" - die Pestalozzi-Stiftung Hamburg bietet jungen Flüchtlingen in Neugraben ein Freizeitangebot

Am Anfang standen die langjährigen Erfahrungen der Jugendfreizeitlounge (JFL) Neugraben in der Arbeit mit Migranten, erste politische Planungen zur Unterbringungen von alleinreisenden minderjährigen Flüchtlingen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Einrichtung und die Idee: da müssen wir etwas tun!

Dann machten wir uns an die Aufgabe, die "Aktion Mensch" um Unterstützung zu bitten und arbeiteten an einem Antrag. Viele Ideen wurden zusammengetragen und in die richtige Form gefasst, die vorhandenen Kooperationskontakte zum Bezirk und zu den anderen Einrichtungen genutzt. Als wir den Antrag zur Prüfung abgaben, hatte sich die "Flüchtlingswelt" in der Region massiv verändert – statt ein oder zwei kleinerer Einrichtungen für Jugendliche war mittlerweile auch eine große Erstaufnahme-Einrichtung für Familien geplant.

Nun haben wir den positiven Bescheid bekommen und können – wahrscheinlich ab Ende Februar/Anfang März – mit einem regelmäßigen Angebot für die Kinder und Jugendlichen aus den Flüchtlingseinrichtungen beginnen. Zunächst werden wir jeden Sonntag für sie da sein und dann nach und nach versuchen, die Kinder und Jugendlichen in unser Regelangebot zu integrieren. Eine spannende und tolle Aufgabe, über die wir im Prozess immer wieder berichten werden. Außerdem ist eine spezielle Dokumentation geplant, in der die Kinder und Jugendlichen auch über sich selbst und ihren Weg zu uns berichten. Zu allererst freuen wir uns über die großartige Unterstützung durch die "Aktion Mensch"!


Januar 2016: hamburg work - Pressekonferenz im Michel mit Schirmherr Steffen Henssler

Auf einer von Vertretern der Medien und von interessierten Kitas gut besuchten Pressekonferenz am 14.01.2016 im Gemeindesaal der Michaelis-Kirche haben Kai Gosslar, der Geschäftsführer von hamburg work (einer 100%igen Tochter der Pestalozzi-Stiftung Hamburg) und Schirmherr Steffen Henssler die Inklusionsinitative einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Steffen Henssler erklärte, warum er sich auch aus persönlicher Erfahrung für das neue Arbeitsfeld einsetzt: Hier soll gesundes Essen für Kinder in Kitas ökologisch und nachhaltig produziert werden und es entstehen dabei dringend gebrauchte neue Arbeitsplätze für Menschen mit einer schweren Behinderung. Der Vertreter des Integrationsamtes unterstrich, wie wichtig es ist, mehr Arbeitsplätze am ersten Arbeitsmarkt für diesen Personenkreis zu schaffen und lobte ausdrücklich die bisherige gute Zusammenarbeit.

Die Möglichkeit, die Bedingungen für ein gesundes Essen für Kinder von vorneherein mitzugestalten, waren der Antrieb für die beiden Kirchenkreise Hamburg-Ost und Hamburg-West/Südholstein, sich von Anfang an daran zu beteiligen, das Projekt zu entwickeln. Auch wenn das "Cook&Chill-Verfahren" zunächst eher fremd war, ist es nach der Überzeugung der Vertreterinnen des Kirchenkreises doch die beste Lösung, wenn in den Kitas nicht selbst gekocht werden kann. Davon konnten sich die Besucher im Anschluss der Pressekonferenz bei einem Probeessen überzeugen, mit dem ein Gerät vorgestellt wurde, mit dem die Speisen in den Kitas fertig gestellt werden können.

Nach der Pressekonferenz erfuhr hamburg work, dass die Aktion Mensch sich mit einem großen Betrag an der Einrichtung der Zentralküche beteiligen wird! Das ist eine großartige Nachricht, auch wenn das Projekt weiter unbedingt auf Spenden angewiesen ist. Dabei will Schirmherr Steffen Henssler weiter helfen! Für das Kochen selbst müssen später allerdings andere zuständig sein.

Das positive Medienecho zur Veranstaltung:

Videobeitrag bei RTL Nord vom 14.01.2016 (ab Minute 1:51, Flash Player erforderlich)

Hamburger Abendblatt Printausgabe vom 15.01.2016 (Abonnement vorausgesetzt)

BILD Hamburg vom 14.01.2016

"rtn" vom 15.01.2016

nordkirche.de vom 15.01.2016


Januar 2016: Pressegespräch mit Steffen Henssler zu "Gesundes Essen für Kinder"

Am Donnerstag, den 14. Januar 2016 stellen die Pestalozzi-Stiftung Hamburg und hamburg work das Inklusionsprojekt "Gesundes Essen für Kinder" vor. Am Pressegespräch im Gemeindehaus der Michaelis-Kirche wird auch der Schirmherr Steffen Henssler teilnehmen. Das Projekt wurde zusammen mit den Ev.-luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein und dem Ev.-luth. Kirchenkreis Hamburg Ost entwickelt. Die Organisationen haben gemeinsam einen täglichen Bedarf von rund 12.000 Essen. Neben der Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Handicap besteht die ausdrückliche Zielsetzung, ein ökologisch ressourcenschonend und nach aktuellen Erkenntnissen gesund hergestelltes Essen anzubieten.

Die Projektphase ist nun abgeschlossen, geplanter Start-Termin für den Betrieb ist Ende 2016. Für die geplante Zentralküche werden mit hoher Wahrscheinlichkeit Gewerberäume in einem Gewerbegebiet in Hamburg-Bahrenfeld genutzt werden. Entscheidungen für die Bezuschussung der Einrichtung des Betriebes werden seitens der Aktion Mensch und der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (Integrationsamt) voraussichtlich im Januar/Februar 2016 getroffen. Von beiden Institutionen gibt es positive Signale.

Umgesetzt werden soll das Cook&Chill-Verfahren. Dabei wird das Essen kurz vor des Erreichens des End-Garzeitpunktes "schockgekühlt". Die so produzierten Speisen können bis zu 72 Stunden vorm Verzehr kühl gelagert werden, bevor sie in den Kindertagesstätten regeneriert und serviert werden. Dieses Verfahren bietet sowohl wesentliche Vorteile bezüglich der Qualität der Speisen, als auch bezüglich der zeitlichen Gestaltung der Produktion und der Arbeitsabläufe, da die Produktionszeit von der Auslieferungszeit zeitlich entkoppelt werden kann. Dieses bietet auch eine günstige Voraussetzung für die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen. Das Kita-Catering-Vorhaben soll als Betriebserweiterung von hamburg work realisiert werden. hamburg work ist eine 100%ige Tochter der Pestalozzi-Stiftung Hamburg.


Januar 2016: Projekt "Seiltänzer" gestartet

Hoch über dem Marktplatz einer kleinen Stadt hatte ein Seiltänzer sein Seil gespannt und machte dort oben unter den staunenden Blicken vieler Zuschauer seine gefährlichen Kunststücke.

"Glaubt ihr, dass ich da auf diesem Seil rübergehen kann?", fragte er in die Menge.

"Ja, wir glauben es" riefen die Menschen und schauten dem lebensgefährlichen Unternehmen gespannt zu. Und so ging er in luftiger Höhe mehrmals über das gespannte Seil.

Gegen Ende der Vorstellung holte er eine Schubkarre hervor und fragte die Anwesenden: "Glaubt ihr, dass ich auch mit diesem Schubkarren rüberkomme?"
"Ja, wir glauben es, du schaffst es!" schrien die Zuschauer begeistert.
Und tatsächlich kam er mitsamt Schubkarren am anderen Ende an, und die Menschen waren begeistert. 

Dann fragte der Seiltänzer die Zuschauer: "Wer will sich in die Schubkarre setzen, damit ich ihn dann über das Seil schiebe?"

Da wurden die Mienen der Zuschauer ängstlich. Nein, dazu hatten sie keinen Mut! Nein, keiner traute sich das.

Plötzlich meldete sich ein Junge. "Ich setze mich in die Karre", rief er, kletterte hinauf, und unter dem gespannten Schweigen der Menge schob der Mann das Kind über das Seil. Als er am anderen Ende ankam, waren alle außer sich vor Begeisterung und klatschten begeistert Beifall.

Einer aber fragte den Jungen: "Sag, hattest du keine Angst da oben?"
"Oh nein", lachte der, "der mich über das Seil schob, ist ja mein Vater!"


Ein solches Vertrauen in Erwachsene fehlt Schulschwänzern völlig. Angst und mangelndes (Selbst-)-Vertrauen spielen bei ihnen eine viel größere Rolle, als die scheinbar starke und schroffe Fassade der Jugendlichen vermuten lässt. Die Pestalozzi-Stiftung Hamburg hat im Herbst 2015 in Kooperation mit dem Bildungs- und Beratungszentrum Altona (ReBBZ) am Schulstandort Carsten-Rehder-Straße im Kerngebiet von Altona mit einem neuen Projekt begonnen, das Schulschwänzern und Jugendlichen, die aufgrund ihres "originellen" Verhaltens aus dem Klassenverband ausgeschlossen wurden, helfen soll, wieder das notwendige Vertrauen zu sich selbst und in ihre Umwelt aufzubauen.

Mit dem Projekt "Seiltänzer" wird mit der Schule, den Eltern und den Institutionen im Sozialraum daran gearbeitet, die Jugendlichen und ihre Familien bedarfsgerecht zu unterstützen und ihnen so wieder Zugänge zum Bildungssystem zu verschaffen. Die Bereiche Erziehung, Bildung und Lebensbewältigung werden als Ganzes angegangen; die geschlechtsspezifische Situation der Jungen und Mädchen besonders beachtet.

Bis zu sechs Jugendliche bekommen durch unser Team eine ihren Ressourcen entsprechende Unterstützung, die sie vor allem in ihrer persönlichen Entwicklung voranbringen soll. Da bei Schulverweigerern in der Regel auch Erziehungsschwierigkeiten der Eltern vorliegen und die soziale Integration der Jugendlichen nahezu misslungen ist, orientiert sich unsere Arbeit auf das "gesamte Problem", nicht nur auf Teilaspekte. Wir ermitteln den erzieherischen Bedarf, die entwicklungsgemäßen Bedürfnisse und die Talente der Jugendlichen und entwickeln auf dieser Grundlage alltagsstrukturierende Individual- und Gruppenangebote. Die Jugendlichen sollen fester Bestandteil einer sozialen Gruppe werden, Erfolge verbuchen und wieder Lebensfreude entwickeln.

Wir hoffen, ihnen so wieder ein Vertrauen in sich selbst und in Erwachsene geben zu können, das ihnen bessere Chancen für ihr weiteres Leben gibt.