Die Pestalozzi-Stiftung Hamburg wird 174 – ein Jubiläum wird vorbereitet!

1847 eröffnet die Pestalozzi-Stiftung Hamburg in Billwerder ein Kinderheim.Wer heute von Billstedt aus die Moorfleeter Straße in Richtung Süden fährt, kann sich nur mit viel Fantasie vorstellen, dass an der belebten Kreuzung zum Billbrookdeich einmal eine Idylle war. An der damaligen Adresse Billwerder Billdeich 52a lag der “Kastanienhof”, das erste Kinderheim der Pestalozzi-Stiftung Hamburg und am 8. August vor 174 Jahren eingeweiht. Das Haus auf dem Landgut bot Platz für 16 Jungen und 7 Mädchen.

Die Kinder kamen aus heute unvorstellbaren Lebensbedingungen im Gängeviertel, einem der größten Slums in Europa in dieser Zeit. Das Bevölkerungswachstum in Hamburg hatte Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Beginn der Industrialisierung und der Landflucht einen dramatischen Höhepunkt erreicht. Der dadurch ausgelöste massenhafte Zuzug von verarmter ländlicher Bevölkerung und von Arbeiterfamilien in die ohnehin schon überfüllten Elendsviertel der Hansestadt führten zu einer weiteren Verschlechterung der mangelhaften sanitären Bedingungen.

Wie kam es dazu, dass im Hamburger Bürgertum der Impuls entstand, einige dieser Kinder zu retten? Welchen Einfluss hatte die Pädagogik von Johann Heinrich Pestalozzi? In der Entwicklung der Pestalozzi-Stiftung Hamburg spiegelt sich ein Stück Hamburger Geschichte anschaulich wieder.

Dreieinigkeitskirche St. Georg

Dreieinigkeitskirche St. Georg: Foto von “Liberaler Humanist” CC BY-SA 3.0 via de.wikipedia.org

Die Vorbereitungsgruppe aus der Stiftung und dem Freundes- und Förderverein für das 175-jährige Jubiläum im nächsten Jahr geht diesen Fragen und Entwicklungen nach und stellt sie den aktuellen Aufgaben gegenüber, die heute in unseren Arbeitsfeldern bestehen und die wir menschlich, verlässlich und gemeinsam mit den zu unterstützenden Menschen angehen. Wenn wir schaffen, was wir uns vorgenommen haben, wird daraus ein kleiner Film entstehen.

Dieser wird dann auf dem Festakt am 8. August 2022 in der Dreieinigkeitskirche in Hamburg St. Georg aufgeführt werden. Die Vorbereitungen dafür sind erfolgreich angelaufen: Wir freuen uns über die bereits zugesagten Grußworte des Ersten Bürgermeisters, Dr. Peter Tschentscher, des Landespastors, Dirk Ahrens, und des Präsidenten der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e.V. (UVNord), Dr. Philipp Murmann!