Der Therapiebegleithund Jaro in der Ambulant betreuten Wohngruppe in Tonndorf

Jaro bereichert den Alltag – Bewohnerinnen und Bewohner arbeiten mit ihm in der Hundegruppe

Der Therapiebegleithund Jaro bereichert den Alltag der Wohngruppe TonndorfSeit einiger Zeit wird die ambulant betreute Wohngruppe in Tonndorf durch den Therapiebegleithund Jaro bereichert. Jaro und sein Frauchen Nane Dewald, die seit 2012 in der Pestalozzi-Stiftung Hamburg arbeitet, haben nun die Ausbildung zum Therapiebegleithundeteam absolviert.

Jaros Aufgaben sind breit gefächert: er begleitet den Gruppenalltag und er wird gezielt in der tiergestützten Pädagogik eingesetzt.

In der freien Interaktion haben alle Bewohner der Wohngruppe die Möglichkeit, Kontakt zum Hund aufzunehmen.

Für die gezielten Einsätze wird Jaro in der sogenannten „Hundegruppe“ aktiv. Jeweils zwei Teilnehmer/innen können dann etwas mit ihm erarbeiten. Die konkreten Einsätze des Therapiebegleithundes sind auf die jeweiligen Ziele der individuellen Hilfepläne abgestimmt. Sind diese Ziele erreicht, wechseln die Teilnehmer.

Solche Ziele können zum Beispiel sein:

Anerkennung erhalten, Wertschätzung

Im Rahmen der Hundegruppe kann ein Hundeführerschein erworben werden.

Der Bewohner weiß, wie man mit dem Hund umgeht. Er kann zum Beispiel mit ihm Tricks vorführen.

Ängste überwinden

Die Teilnehmer stellen sich gemeinsam mit dem Hund besonderen Situationen, z.B. indem sie einen Parcours für den Hund bauen oder dem Hund Anweisungen geben.

Kommunikation fördern

Ziel ist es, Absprachen treffen, sich über den Hund zu unterhalten.

Körpersprache schulen

Das Ziel ist es, klare Signale gegenüber dem Hund zu geben.

Soziale Kompetenzen stärken

Der Klient achtet auf den Hund und seine Bedürfnisse, er kann über den Hund Rückschlüsse auf eigenes Verhalten ziehen. Er lernt zu warten, bis man an der Reihe ist, Rücksicht zu nehmen – nicht nur auf den Hund, auch auf andere Teilnehmer.Durch Umgang mit dem Hund kann man ohne Druck Regeln, Werte und Normen lernen, die später leicht übertragen werden können.

Selbstwertgefühl steigern

Das Bewältigen von Situationen gibt Selbstvertrauen. Der Bewohner versorgt den Hund, kümmert sich um ihn. Er fühlt sich gebraucht.

Mobilität fördern

Die Mobilität wird gefördert, indem man mit dem Hund spazieren geht, wenn man es für sich selbst nicht tun würde. Zum Beispiel muss man sich auch nach einem Ball bücken usw.
Wie oft der Hund in der Woche anwesend ist, hängt von den Rahmenbedingungen ab. Ein, von den Bewohner/innen eingeführter, Hundedienstplan ermöglicht es allen zu sehen, wann Jaro in die Wohngruppe kommt.

Die folgenden Fotos zeigen, wieviel Freude die Arbeit mit Jaro macht:

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