Apps für die alltägliche Mobilität (ohne Auto!)

Wie kommt Ihr durch den Fahrrad-Alltag?

Illustration eines Fahrrads von 1891

Fahrradfahren ist gesund und umweltfreundlich und macht meistens Spaß. Hier sammeln wir unter den Mitarbeitenden Tipps über Apps und alle möglichen (nicht nur digitalen) Helferchen.

Ralph aus der Öffentlichkeitsarbeit: frei Schnauze oder mit OsmAnd+

Ich fahre jeden Tag mit dem 10 Jahre alten City-Rad zur Arbeit und zurück, und in der Freizeit so oft es geht. Die Fahrten am Wochentag sind zum großen Teil immer schön um die Außenalster rum, sechseinhalb Kilometer hin und sechseinhalb zurück, bald wird das an der östlichen Alster noch auto-ärmer. Die letzten Winter waren so, dass das auch in der kalten Jahreszeit geht. Ein Auto habe ich keines. Am Wochenende will ich aus dem erweiterten Innenstadtbereich raus und wir fahren so viel wie ich der Tochter (Grundschulalter) abverlangen kann, um die 40 Kilometer war bisher der Rekord.

Mein Handy hat viel Speicherplatz und ich habe viele Mobilitäts-Apps drauf. An Navigations-Apps sind einige auf die Nutzung beim Radfahren zugeschnitten, oft in der eingeschränkten Gratisversion: Stadtradeln, Urban Biker (eher eine Art erweiterter “Tacho”), ViewRanger, Bikemap, BikeCitizens, Komoot; Outdooractive, Naviki, BRouter, Topo GPS.

Die nutze ich alle so gut wie nie. Ich mag OsmAnd. In der “+” Variante hab ich bei einer Sonderangebots-Aktion (50% Rabatt) 2016 einmalig 6 Euro 99 in die Hand genommen und habe seitdem monatliche Offline-Kartenupdates, weltweit. Man kann auch ein Abo eingehen und dann gibt es u.a. viel häufigere Kartenupdates, Höhenlinien, Seekarte, Skikarte usw. usf., auch da gibt es Sonderangebots-Aktionen.

“OSM” steht für OpenStreetMaps, diese Kartendaten werden z.B. auch auf der HVV-Seite und in der HVV-App genutzt. Viele Daten werden von einer weltweiten “Community” gepflegt, ein paar Korrekturen habe ich auch eingebracht (niemand sollte versehentlich falsch in die Einbahnstraße reinfahren, ob in Thessaloniki oder beim Volkspark). Das Kartenmaterial hat viele Details, auch in der Standardansicht; manche würde das eher nerven, für mich ist es ideal gerade in langsameren Fortbewegungsmitteln wie Fuß oder Fahrrad. Aber auch im (CarSharing)Auto muss man halt nicht ständig auf die Details achten sondern auf die Routenführung, die ist ausgereift einschließlich ‘Fahrspurassistenz’. Die App hat viele Funktionen, das ist manchmal FAST ein bisschen unübersichtlich. Aber die Optik ist hell und freundlich. Wer das braucht, kann GPX-Tracks aus dem Internet importieren oder selbst aufzeichnen. Leute oder andere Lieblingsorte kann man einfach abspeichern und bei Bedarf auch in einem gängigen Format in andere Apps exportieren oder Leuten übermitteln, damit man sich einfacher treffen kann.

Bildchen vom Fahrrad: Rawpixel (Vintage bicycle from Where to Buy at Coventry. An Illustrated Local Trades’ Review, by the Editor of the Agents’ Guide etc, Appendix published by Robinson, Son; Pike (1891). Original from the British Library. Digitally enhanced by rawpixel.)